Sie haben Fragen zu PLA? Hier erhalten Sie Antworten!

PLA lohnt sich für qualitätsorientierte, mittelständische Speditionen, die im Teilladungssegment aktiv sind. Egal, ob Sie regelmäßig bestimmte Relationen fahren und noch Zuladungen suchen oder über Teilladungsaufkommen verfügen, die sie aus wirtschaftlichen Gründen lieber nicht selber abfahren. Wickeln Sie diese Sendungen zukünftig über PLA ab und vermeiden Sie so unrentable Zustellungen! Ob Sie nationale Teilladungen oder internationale Teilladungen haben - mit PLA geht Ihre Sendung auf die richtige Linie!

Jeder mittelständische Spediteur, der im Teilladungssegment aktiv ist und die Grundvoraussetzungen erfüllt. Dazu gehören die finanzielle Zuverlässigkeit, den Versicherungsnachweis, die EG-Lizenz und die Zusicherung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen (Beispiel: Mindestlohn).

Selbstverständlich können Sie auch bei anderen Kooperationen Mitglied bleiben oder werden. PLA ist eine Allianz für mittelständische Speditionen und will diese mit seinem einzigartigen Konzept dabei unterstützen, sich im Teilladungsmarkt zukunftssicher aufzustellen und Kosten einzusparen.

Nein! Die Partner der Part Load Alliance bieten Ihren Kunden viel mehr als eine digitale Spedition. Über die Optimierungsalgorithmen und dem digitalen Austausch nutzen die PLA-Partner ebenfalls die Vorteile der Digitalisierung. Gegenüber einer digitalen Spedition stellen die PLA-Partner aber nicht nur diese Kompetenz Ihren Kunden zur Verfügung. Sie bringen auch Ihre eigenen Assets, wie erfahrene Disponenten, den eigenen Fuhrpark und Umschlag und vieles mehr mit ein.

Über seinen Spediteur erhält der Kunde jahrelange Erfahrung, den Nutzen einer zeitgemäßen Digitalisierung, den Vorteil eines partnerübergreifenden Fahrzeugpools und seinen Ansprechpartner vor Ort.

Die Part Load Alliance ist ein Teilladungssystem auf Direktverkehrsbasis.

Als Teilladung definiert PLA Sendungsgrößen bis 10 Lademeter (bis 25 Europaletten) und bis max. 18 Tonnen.

PLA unterscheidet bei den Sendungsmaßen zwischen:

  • Normalgut (Umschlag über Rampe möglich)
  • XL Gut (Umschlag nur von der Seite)
  • XXL Gut (Sendungen mit Umladeverbot und max. 8 Tonnen Packstückgewicht)

Die Part Load Alliance hat sich aus der mittelständischen Speditions- und Logistikbranche entwickelt und ist somit branchenorientiert.

Die Grundidee des PLA-Konzeptes stammt aus dem Forschungsprojekt Cloud Logistic der RWTH Aachen University. Initiator und Aufbaugeschäftsführer der Part Load Alliance ist Heinz Johannes Hintzen, ebenfalls Gründungsvater der mittelständischen Speditionskooperation VTL, Fulda.

Die Part Load Alliance wurde im Jahr 2014 eingetragen und startete mit dem operativen Betrieb im März 2015. Fünf Gesellschafter aus den Fachbereichen Forschung, IT, Gesellschaftsrecht und der Speditions- und Logistikbranche gründeten die GmbH.

Ein 7 köpfiger Beirat aus dem Systempartnerkreis trifft sich regelmäßig, vertritt die Interessen der Partner, unterstützt die Geschäftsführung bei den operativen Prozessen und entscheidet über die Weiterentwicklungen.

Ein F&E – Kreis forscht in Verbindung mit renommierten Partnern aus der Wissenschaft an neuen und ergänzenden Lösungen für die Kooperation und seine mittelständischen Partner.

Der effizienteste Weg, eine Teilladung zu transportieren ist der direkte Weg vom Versender zum Empfänger. Basierend auf diesem Gedanken stellen die Partner Ihre nicht ausgelasteten oder neuen Linien dem System zur Verfügung. Das System sucht nun die passende Beiladung(en). Als erste Kooperation definiert die PLA Quell- und Zielgebiete der Linien nicht mit PLZ sondern mit Isochronen (Zeitdistanzen). Das Verfahren ist für die Partner deutlicher fairer.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Speditionskooperation Part Load Alliance ist, dass das System über Netzknoten Linien verbinden kann. Besteht zum Beispiel noch keine Direktverbindung von Osnabrück nach Mailand, dann sucht das System automatisch durch die Kombination von zwei Linien nach einem alternativen Transportweg und unterstützt damit den Disponenten. Durch die wachsende Anzahl von Netzknoten werden immer kürzere Wege gefunden. Jeder Partner mit Umschlagsmöglichkeiten kann ein Netzknoten werden und somit Linien über sich anschließen. Der Umschlag erfolgt tagsüber.

Einzigartig bei der Part Load Alliance ist auch das Regionalkonzept. Fällt zum Beispiel Mannheim noch in das Regionalgebiet von einem Partner aus Frankfurt, so wird vorrangig die Sendung diesem Partner zugeordnet. Das Regionalgebiet kann von jedem Partner frei definiert werden ohne zu jeder Verbindung Linien anzulegen.

Isochronen sind die Verbindungen von Punkten, die z.B. einen unförmigen Kreis um einen Ort zeichnen. In diesem Kreis sind alle Orte in einer max. Zeit zu erreichen.

Ein Partner der Part Load Alliance definiert z.B. sein Quellgebiet einer Linie mit 35 Minuten. In der Praxis bedeutet das, dass er die Ladestelle jeder zugewiesenen Sendung in max. 35 Minuten erreicht.

Ein LPP ist ein Netzknoten. Über einen Netzknoten kann der Optimierer zwei Linien verbinden. PLA nennt das Line Change. Durch die Kombination von Linien entstehen für die Partner deutlich mehr Möglichkeiten als es Linien im System gibt.

Jeder PLA-Partner, der tagsüber Güter von einem auf den anderen LKW trocken und sicher umschlagen kann, kann auch die Funktion eines Netzknoten (open HUB) übernehmen. Dafür erhält der LPP-Partner eine eigene Vergütung. Dabei ist es nicht wichtig wo man sitzt, weil das Optimierungsverfahren automatischen den kürzesten Weg sucht. Ist man selbst ein LPP hat das den großen Vorteil, dass sich auch die anderen Linienpartner am eigenen Netzknoten anbinden können.

Damit z.B. eine E-Mail vom Versender zum Empfänger kommt, kann es sein, dass sie in mehrere Pakete aufgeteilt und über verschiedene Netzknoten weitergeleitet wird. Erst zum Schluss wird sie wieder zusammengeführt und erreicht sicher die Empfangsadresse.

Zukunftsforscher wie US-Professor Benoit Montreuil können sich dieses Verfahren auch für den physischen Transport vorstellen.

PLA trennt Sendungen allerdings nicht, sondern hat das Bestreben mehrere Teilladungen zu einer sinnvollen Ganzladung zu kombinieren. Aber bei der Funktion Netzknoten gibt es Parallelen. Gibt es im PLA-System noch keine Direktverbindung, dann sucht der Optimierer der Part Load Alliance nach Möglichkeiten, Linien zu verbinden, damit die Sendung seine Bestimmung erreicht. Diese Linien werden dann über einen Netzknoten (open HUB) verbunden. Die Funktion heißt bei PLA Line Change. Dabei sucht der Algorithmus immer nach der kürzesten Verbindung um „spitze Winkel“ zu vermeiden.

In der Verkehrsgeografie spricht man von einem „spitzen Winkel“ wenn zum Beispiel die Ware nicht von A nach B direkt, sondern nur über einen Umweg transportiert werden muss.

Verbindet man nun A und B über den Umwegpunkt entsteht ein Winkel. Je größer der Umweg, desto spitzer wird der Winkel.

Im HUB und Spoke-System für Stückguter entstehen somit im Durchschnitt 40% Umweg-KM. Dieser Nachteil wird aber von den Vorteilen der Flächendeckung und der Sendungsbündelung auf den Hauptläufen bei kleinen Sendungsgrößen wie Stückgut wieder aufgefangen.

Je größer jedoch eine Sendung wird, desto wichtiger wird es aus ökonomischer und ökologischer Sicht den Spitzen Winkel so gering wie möglich zu halten. Deshalb ist das erste Optimierungsziel der Part Load Alliance den kürzesten Weg für alle im System befindlichen Teilpartien über die zur Verfügung stehenden Linien zu berechnen und dann den Linien partnerübergreifend zuzuweisen. Im Durschnitt entstehen bei PLA nur 10% Umweg-KM.

Die Abrechnung erfolgt zu einheitlichen festgelegten Partnertarifen und Gebühren. Über eine zentrale Clearingstelle erfolgt die Verrechnung unter den Partnern. Die PLA-Systemzentrale erstellt einmal monatlich eine Rechnung und eine Gutschrift. Eine Fakturierung unter den Partnern selbst für die über PLA abgefertigten Sendungen ist deshalb nicht erforderlich. Unter den Partnern gilt ein einheitliches Zahlungsziel. Der Einzug bzw. die Überweisung vom Delta erfolgt ebenfalls über die Clearingstelle.

Ja, sie ist absolut zukunftssicher! Die Wirtschaftlichkeit jedes Transports steht immer im Fokus und wird durch die Synergieeffekte innerhalb der Allianz gesichert. Außerdem wird es auch in Zukunft für Teilladungen keinen besseren Transportweg, als den direkten vom Versender zum Empfänger, geben. Zusätzlich sichern die Fairness- und Analysemodelle einen gerechten und gemeinschaftlichen Umgang zwischen den Systempartnern.

Um auch zukünftig auf den Wandel der Logistik einzugehen, arbeitet die Forschungsgemeinschaft der PLA gemeinsam mit dem Institutscluster IMA/ZLW & IfU der RWTH Aachen University zusammen.

Der Systempartner muss über ein aktuelles IT-System sowie eine ausreichende Internetverbindung verfügen, um eine störungsfreie Verbindung zum PLA-Portal zu erhalten.

Die partnerübergreifende Digitalisierung wird eine Basisdisziplin in der Transport- und Logistikwelt werden. Auch der Mittelstand muss sich der Herausforderung stellen und dem Kunden Lösungen anbieten. In der Kooperation ist das deutlich effizienter umzusetzen und ermöglicht ein viel höheres Potenzial für den Einzelnen. Stückgutkooperationen beweisen uns täglich, dass man vieles nur gemeinsam erreichen kann.

Die Digitalisierung wird an Geschwindigkeit weiter aufnehmen. Deshalb sollte man sich jetzt mit neuen Geschäftsmodellen beschäftigen.

Die Part Load Alliance kommt aus der Branche und verbindet die Vorteile einer Speditionskooperation mit digitalen Lösungen von morgen.

Teilladungen (LTL) sind Sendungsgrößen, die nicht mehr unter Stückgut fallen, aber auch noch keine Komplettladungen (FTL) darstellen. Somit sind sie für Stückgutsysteme mit einem Zentralumschlag (HUB) in der Regel ungeeignet, weil Sie den HUB zu stark belasten und die Produktionskosten durch den spitzen Winkelverkehr und doppelten Umschlag in der Regel zu hoch werden lassen.

Teilladungen können in dringenden Fällen als Komplettladungen abgefertigt werden. In der Regel reicht dies jedoch nicht für eine wirtschaftliche Deckung der Fahrzeugeinsatzkosten.